Visuprojekt Institut http://www.visuprojekt-institut.de MIT ALLEM LEBEN VERBUNDEN Tue, 31 May 2016 13:06:35 +0000 de-DE hourly 1 Die stille Kraft der Goldenen Proportion http://www.visuprojekt-institut.de/der-goldene-schnitt/ http://www.visuprojekt-institut.de/der-goldene-schnitt/#respond Tue, 31 May 2016 13:06:35 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1485 Der goldene Schnitt ist das in allem vorhandene Ideal der Schönheit / Teil 2

Der Goldene Schnitt gilt als das ästhetische Idealmaß schlechthin und als die Zahl, die in der Natur am häufigsten zu errechnen ist. Die vom griechischen Mathematiker Euklid von Alexandria (ca. 360 v. Chr. bis ca. 280 v. Chr.) unter dem Namen Phi definierte Konstante begegnet uns in der Natur, in der Mathematik und in der Kunst.

Das Verhältnis von Über- zu Unterbau des Parthenon spiegelt exakt die Proportionen des goldenen Schnittes wieder.

Das Verhältnis von Über- zu Unterbau des Parthenon spiegelt exakt die Proportionen des Goldenen Schnittes wieder.

Stehen Einzelteile harmonisch in einem entsprechenden Verhältnis zueinander, empfinden wir das als ideale Schönheit. Weshalb sich uns das, was der Mathematiker Leonardo Fibonacci (1180 – 1240) in einem Schnittverhältnis von 3 : 5 belegt hat, nicht nur in der Natur, sondern auch in bildhauerischen und malerischen Künsten, in der Architektur, im Grafik-Design, der Fotografie und sogar in der Musik zeigt. Die Goldene Schnitt Formel besagt, dass der kleinere Anteil (Minor) sich zum Größeren (Major) so verhält, wie der Größere zum Ganzen.

Auch Höhe und Breite des Parthenon verhalten sich wie Minor und Major.

Auch Höhe und Breite des Parthenon verhalten sich wie Minor und Major.

Der Goldene Schnitt prägte bereits in der Antike das Parthenon von Athen, eines der bekanntesten klassischen Bauten, das gleichzeitig als das schönste und vollendetste Werk der antiken griechischen Architektur gilt. Dieser Tempel, rund 450 v. Chr. unter Perikles errichtet, bildet bis heute ein Paradebeispiel klassischer symmetrischer Anordnungen einzelner Elemente, die sich bis in kleinste Details aus allen Perspektiven, wiederfinden.

Pyramids of GizaUnterschiedliche Epochen

Dabei ist der Parthenon nur ein Beispiel für die Anwendung des Goldenen Schnittes in vielen anderen berühmten und großen sakralen Bauten. So finden wir die goldene Proportion auch in der Cheops Pyramide von Gizeh (ca. 2590 bis 2470 v. Chr.), in der Kapelle Notre-Dame-du-Haut (Le Corbusier, Frankreich, 1955) sowie in vielen anderen Kirchen und Kathedralen unterschiedlicher Epochen, wie dem Kölner Dom oder der Kathedrale Notre-Dame in Reims. Selbst im berühmtesten der großen Steinmonumente, dem Stonehenge, das vor ca. 3500 Jahren bei Salisbury in England erbaut wurde, finden sich die goldenen Maße wieder.

Koeln DomIn allen Künsten zu finden

In der Kunst sind die Proportionen des Goldenen Schnittes im Grundaufbau zahlreicher bekannter Gemälde erkennbar, wie in Das Abendmahl von Leonardo da Vinci, in Albrecht Dürers Selbstbildnis und in Raffaels Die Sixtinische Madonna. Und auch in der Musik begegnet uns der Goldene Schnitt, wie etwa im Geigen- und im Flötenbau. So soll Stradivari den Goldenen Schnitt zur Berechnung der klanglich optimalen Position der F-Löcher seiner Geige verwendet haben, um die Musik dadurch schöner klingen zu lassen. Auch wenn nicht belegt werden kann, ob Stradivari dies bewusst oder unbewusst getan hat, gilt das Vorhandensein des Goldenen Schnittes zumindest nachträglich als bewiesen.

iStock_Visu_Blog_GeigeUntersuchungen des ungarischen Musikwissenschaftlers Erno Lendvai zufolge, hat der Komponist Bela Bartok den Aufbau seiner Kompositionen so gestaltet, dass die Taktanzahl einzelner Abschnitte sich im Verhältnis zueinander dem Goldenen Schnitt annähern. Und auch in der berühmten Kunst der Fuge, dem größten Werk Johann Sebastian Bachs, spielt der Goldene Schnitt eine wichtige Rolle. Hier, wie in vielen anderen musikalischen Werken übrigens auch, verhält sich der kürzere zweite Teil zum längeren ersten Teil genau so, wie der erste Teil zum Ganzen.  Rüdiger Lehmann

Fotos: iStock

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Das Mysterium der Schönheit http://www.visuprojekt-institut.de/goldener-schnitt-2/ http://www.visuprojekt-institut.de/goldener-schnitt-2/#respond Tue, 26 Apr 2016 14:15:44 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1472 Wie der goldene Schnitt unser Sehen, Hören und Empfinden bestimmt

Wir haben es in der Schule gelernt und unsere Kinder lernen nach wie vor darüber. Dennoch gehen wir oft achtlos an dem vorbei, was den Goldenen Schnitt in unserem Alltag ausmacht: in der Natur, der Kunst und der Architektur – und in uns selbst. Denn der goldene Schnitt gilt als das ästhetische Idealmaß schlechthin…

Als wichtiges Zahlenverhältnis findet der Goldene Schnitt in den verschiedensten Bereichen des Lebens seine Anwendung, vornehmlich in Bauwerken, Kunstobjekten, Fotografie und der Mathematik. Und da nahezu alles, was der Mensch erdenkt und erschafft seine Vorbilder in der Natur findet, begegnet er uns auch in den meisten natürlichen Begebenheiten, wie beispielsweise den körperlichen Proportionen. In der Mathematik ist der Goldene Schnitt eine Konstante mit dem Namen Phi, die erstmals vom griechischen Mathematiker Euklid von Alexandria (ca. 360 v. Chr. bis ca. 280 v. Chr.) wissenschaftlich erkannt und dokumentiert wurde, als er das Verhältnis platonischer Körper untersuchte.

Der Goldene Schnitt ist die Zahl, die in der Natur am häufigsten zu errechnen ist, was beispielsweise am Differenzverhältnis des menschlichen Arms rasch zu erkennen ist: Das Maß von Schulter bis zur Fingerspitze minus dem Maß von Armbeuge bis Fingerspitze bildet den Goldenen Schnitt – was mit den Beinen oder draußen in der Natur z.B. bei Blättern ähnlich funktioniert.

Zwei Strecken a und b stehen im Verhältnis des Goldenen Schnitts zueinander, wenn sich die größere zur kleineren Strecke (a / b) verhält wie die Summe aus beiden zur größeren ((a+b) / a)

Zwei Strecken a und b stehen im Verhältnis des Goldenen Schnitts zueinander, wenn sich die größere zur kleineren Strecke (a / b) verhält wie die Summe aus beiden zur größeren ((a+b) / a)

In Übereinstimmung mit der Natur

Historisch spielte der Goldene Schnitt besonders in der Kunst eine bedeutende Rolle, da die gängige Auffassung davon ausging, dass die ideale Schönheit von Figuren dann vorliege, wenn die Einzelteile zueinander in einem entsprechenden Verhältnis stehen. Denn dann werde es vom Betrachter auch als natürlich, das heißt in Übereinstimmung mit der Natur, empfunden. Die Formel, dass der kleinere Anteil (Minor) sich zum Größeren (Major) so verhält, wie der Größere zum Ganzen galt daher schon in der Antike als Inbegriff perfekter Proportionen; was der Mathematiker Leonardo Fibonacci (1180 – 1240) in einem nach ihm benannten Verfahren dadurch belegte, dass der Mensch ein Schnittverhältnis von 3 : 5 als besonders harmonisch und natürlich empfindet. Dennoch wird das Bild der Vollkommenheit nicht nur durch die Gleichheit der Teile, sondern auch durch die Gleichheit der Proportionen bestimmt. Dies hängt offensichtlich mit einer Symmetrie zusammen, die die Asymmetrie integriert: Die Symmetrie findet sich innerhalb das goldenen Schnittes deshalb nicht nur in einer rein förmlichen Umsetzung (Gleichheit der Teile), sondern auch in einer verhältnismäßigen. Die Proportionen der einzelnen Elemente sind gleich.

Überall sichtbar – von der Antike bis heute

GOLDENRATIO_MULTI_PATHAnwendung findet der Goldene Schnitt überall sichtbar in bildhauerischen und malerischen Künsten sowie in der Architektur. Aber auch und besonders moderne Zweige wie Grafik, Grafik-Design und Fotografie bauen auf den Goldenen Schnitt, beispielsweise bei der Relation von Seiten- und Bildformaten oder bei der Positionierung dominanter Linien und Raster sowie bei der harmonischen Anordnung der Motive an sich. Hier wird unser ästhetisches Empfinden dadurch befriedigt, dass alle bild- und kompositionsdominierenden Elemente nicht im Zentrum stehen, sondern eher nach links oder rechts positioniert werden sollten. Den meisten Menschen nicht ganz so geläufig ist das Anwendungsgebiet des Goldenen Schnitts in der Musik. Hier wurde herausgefunden, dass auch namhafte Komponisten wie Bach, Schubert und Mozart den Goldenen Schnitt offensichtlich in ihren Kompositionen verarbeitet haben. Somit dürfte nicht nur unser Seh- sondern auch unser Hörempfinden von der ästhetischen Logik des Goldenen Schnitts beeinflusst und bestimmt werden.

Rüdiger Lehmann

Lesen Sie im nächsten Blog: Vom Pantheon bis zum Kölner Dom. Wo uns der goldene Schnitt überall begegnet. / Welches Verhältnis haben Geometrie und numerische Eigenschaften?

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Ist das Universum ein Torus? http://www.visuprojekt-institut.de/torus-und-heilige-geometrie/ http://www.visuprojekt-institut.de/torus-und-heilige-geometrie/#respond Fri, 27 Nov 2015 14:03:15 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1455 Die heilige Geometrie und das fraktale Universum

Während die Wissenschaften der Vergangenheit fast ausschließlich damit befasst waren, das zu erforschen, was greif- und sichtbar ist, beschäftigte sich die Metaphysik parallel dazu schon immer mit dem Unsichtbaren. Heute werden wir Zeuge, wie die beiden Bereiche auf organische Weise zusammenwachsen.

Die Heilige Geometrie gilt als Ursprache der Schöpfung, die seit jeher von Künstlern, Architekten und Mystikern studiert wurde. Indem sich hinter der Materie offenbar geheimnisvolle Energiestrukturen zu verbergen schienen, war die Menschheit stets dabei, Orte zu finden, die eine bestimmte energetische Eignung für diverse Nutzungen aufwiesen, so wie beispielsweise für den Bau von Sakralbauten. Dennoch sind bis heute endgültige Antworten zu elementaren Fragen der heiligen Geometrie noch lange nicht gefunden worden: Wie ist die heilige Geometrie mit der physischen Realität verbunden? Was ist das Geheimnis des Goldenen Schnitts, des Torus und des Fraktalen Universums? Wie kann uns heilige Geometrie dabei helfen, das Universum und das Leben zu verstehen?


The Flower Of Life backgroundMaterie ist Energie

Einig sind sich moderne Wissenschaften mit alten mystische Texten mittlerweile dahingehend, dass die Welt, so wie wir sie sehen, nicht die Welt der Wirklichkeit ist. Die letzten hinter uns liegenden 100 Jahre Physik haben verdeutlicht, dass die Trennung, die wir an der Oberfläche wahrnehmen nur eine die Realität der Einheit verdeckende Illusion ist. Materie ist nichts anderes als Energie, die in einer bestimmten Frequenz oder einem speziellen Rhythmus so vibriert, dass es ihr den Anschein gibt, etwas Festes zu sein. Das Bewusstsein, dass das gesamte Universum ein Meer von vibrierender Energie ist, in dem alles miteinander verbunden ist, ist somit zum Bestandteil rationaler wissenschaftlicher Erkenntnisse geworden.

Ein sich selbst erhaltender Weg

Als eine Art Schwingungs-Membran überträgt diese Verbundenheit Informationen sowohl über sehr kleine als auch sehr große Distanzen. Und das nach wissenschaftlicher Auffassung in form einer so komplexen Struktur, wie dem Torus. Da die globale Geometrie eines Raums durch seine Krümmung nicht vollständig festgelegt wird, kann auch ein flacher Raum endlich sein, so wie die Oberfläche eines Torus durch seine zweidimensionalen Ringe. Da heute die meisten Wissenschaftler ein flaches unendliches Universum favoritisieren, scheint der Torus die grundlegende Form in der Matrix der Schöpfung darzustellen, da er der effizienteste, sich quasi selbst erhaltende Weg für einen Energiefluss ist, der es schafft sich auszudrücken und gleichzeitig einen Mittelpunkt zu betreten, ihn zu halten und zu verlassen.

Die beste und einfachste Form

Three-dimensional model of torus with polygonsIm Zentrum des Torus kommen alle Wellen zusammen um dort ihre Identität, ihr Gedächtnis und ihre Dynamik auf nicht-zerstörerische Weise zu teilen. Durch seine größenunabhängige Form steht er damit als die beste und einfachste Form für Atome, für unser Herz, unseren Geist, unsere Gebäude, unsere Gemeinschaften und unseren gesamten Planeten. Grundsätzlich alle Energiefelder können als Torus bezeichnet werden. Auch die menschliche Aura, die mit den zentrierenden Kräften des Torus in die Lage versetzt wird, ihre lebensspendende Energie in einer stabilen Struktur zu halten und fließen zu lassen. Je besser das menschliche Energiefeld im Einklang mit der Geometrie des Feldes ist, je optimaler der Fluss im Torus stattfindet, desto mehr Lebensenergie, Bewusstsein und spirituelle Schwingungserhöhung erlangen wir.

Rüdiger Lehmann

]]> http://www.visuprojekt-institut.de/torus-und-heilige-geometrie/feed/ 0 Thrive: Einstieg in eine klarere Weltsicht http://www.visuprojekt-institut.de/thrive/ http://www.visuprojekt-institut.de/thrive/#respond Wed, 28 Oct 2015 17:22:54 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1443 Freie, saubere Energie statt Öl und Kernkraft? Anstelle von „ alles in der Hand von wenigen“ eine gerechtere, humanere Aufteilung von Industrie, Bildung und Gesundheit? Mit dem Film „THRIVE – GEDEIHEN: Was auf der Welt wird es brauchen?“ stellen sich die Macher Foster und Kimberly Gamble diesen und anderen kritischen Fragen. Mit viel Klarheit und Glaubwürdigkeit und vor allem vielen vernünftige Lösungsansätzen…

Eine große Anzahl an Videos und Textbeiträgen zum Themenkomplex „Grenzwissenschaften, Wahrheiten und was dahinter steckt“ sind in den letzten Jahren erschienen, dem Internet sei Dank. Doch nur Wenige bündeln die Inhalte zu den teilweise als verschwörerisch gebrandmarkten Themen wie Freie Energie, Außerirdische, Alternative Medizin, Gentechnik und Zentralbanken-Geldsystem so nüchtern und klar wie THRIVE.

Zentrale Themenkomplexe

Mit beeindruckenden Bildern, klaren Darstellungen technischer Zusammenhänge und verständlichen Aussagen führt der Film hinter die Kulissen der großen Herausforderungen unserer Erde. Angefangen mit dem zentralen Thema der im Überfluss vorhandenen freien Energie des Torus-Codes über die Physik der Blume des Lebens von Nassim Haramein bis hin zur angeblich weltweiten Verschwörung großer Bankenfamilien mit dem Plan der Weltherrschaft und absoluten Kontrolle der Lebensmittel-, Gentechnik- und Pharmaindustrie wird alles nur angerissen. Was völlig ausreichend ist und dem der mehr wissen will, die Möglichkeiten zum tieferen Einstieg auf der Webseite zum Film thrivemovement.com lässt.

Praktische Lösungsansätze

Anstatt den Versuch zu unternehmen, irgendetwas zu beweisen, stellt THRIVE eine alternative Realitätsdeutung vor, die viele einzelne Themen plausibel miteinander verknüpft. Es bleibt dem Zuschauer überlassen, ob er gewillt ist, diese Gedanken für sich selbst zu Ende zu denken und selbst nachzuforschen. Und indem er alles als durchaus zu überwindende Herausforderung darstellt, präsentiert der Film auch praktische Lösungsansätze. Egal ob Reich oder Arm, welche Religion und Geschlecht, ob Erwachsene oder Kinder, alle sitzen in einem Boot und jeglicher Plan der Eliten, die nur ein Prozent der Bevölkerung ausmacht, ist in jedem einzelnen Punkt eigentlich auf die Kooperation der Bevölkerung angewiesen. Das beginnt für die Filmemacher bei Bank und Stromanbietern und setzt sich durch alle Bereiche des Lebens fort, in denen eine Machtelite einer breiten Kooperation von Menschen langfristig nichts entgegenzusetzen hätte. Die Möglichkeiten der modernen Kommunikationsnetze im Internet können hierbei eine genauso wichtige Rollen spielen, wie die auf der ganzen Welt immer häufiger in Erscheinung tretenden Unternehmen mit nachhaltigen Ansprüchen an ihre Leistungen und das, was sie der Welt zurückgeben.

Eine Einheit mit Zukunft

„Wir sollten gemeinsam an einer besseren Welt für alle arbeiten und uns auch Gedanken machen, wie wir uns diese neue Welt vorstellen. Wir haben nur eine Erde und die sollten wir uns bewahren“, so Maik Kunzelmann, Leiter des VISUPROJEKT Instituts, das Technologien erforscht, die im Einklang mit der Natur eine innovative, friedensorientierte und somit zukunftsweisende Energieerzeugung umsetzbar machen, stets unter dem Aspekt Gefühl und Wissenschaft – eine Einheit mit Zukunft. Entsprechend diesem Konzept versetzt THRIVE den Zuschauer insgesamt eher in Aufbruchsstimmung und transportiert so eine positive Zukunftsvision für den Planeten und die Menschheit. Ohne fanatisch zu sein und einer Ideologie anzuhängen hilft der Film dabei, die Grenzen des eigenen Weltbildes auszuloten und sich zu ein paar Dingen eigene Gedanken zu machen. Was der Zuschauer dabei als wahr empfindet, ist sicherlich im Einzelfall sehr verschieden – ihn sich in voller zweistündiger Länge anzuschauen lohnt aber in jedem Fall.

Rüdiger Lehmann

Lesen Sie im nächsten Blog: TORUS – Die heilige Geometrie und das fraktale Universum

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Für eine friedliche Koexistenz der Religionen http://www.visuprojekt-institut.de/koexistenz-der-religionen/ http://www.visuprojekt-institut.de/koexistenz-der-religionen/#respond Fri, 31 Jul 2015 16:48:03 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1428 Maik Kunzelmann auf den Spuren alter Kulturen und heiliger Städte / Teil 9

Tempel, Götter, heilige Rituale. Es war die ganze Vielfalt der großen Weltreligionen, die Maik Kunzelmann auf seiner Indienreise begegnete. Das, was wir tagtäglich über Religionskriege, Glaubenskonflikte und Zerwürfnisse auf der ganzen Welt erfahren, zeigte ihm in Indien ein eher tolerantes Gesicht. Dass wir nach einer solchen Reise dennoch nicht den Blick für die weniger angenehmen und oft herausfordernden Umstände in Indien verlieren dürfen, erklärt Maik Kunzelmann im folgenden Gespräch mit Co-Autor Rüdiger Lehmann.

IMG_8620n1Was bedeutet die Indienreise für das Visuprojekt Institut?

Maik Kunzelmann: Grundsätzlich hat sich mein Blick auf interreligiöse Zusammenhänge erweitert. Ich sehe heute vieles anders und auch klarer. Dabei konnte ich viele Kontakte zu Indern knüpfen, speziell zu indischen Studenten, die ich pflege und aufrechterhalte. Was genau daraus wird, kann ich konkret heute noch nicht sagen, wir sind nach allen Seiten offen. Gerade gestern erst hat mich ein Bekannter aus Indien angerufen, der sich interessanterweise nach den bosnischen Pyramiden erkundigt hat, ein Thema das wir schon seit längerem im Institut verfolgen und das mit Indien auf den ersten Blick nicht viel zu tun hat. Das zieht dann auf einmal weitere und ganz andere Kreise als man vermutet.

Mit welchen Kreisen sollten wir in Zukunft rechnen?

Maik Kunzelmann: Es werden in den nächsten Jahren noch viele neue Themen und Erkenntnisse auf uns zukommen. Alles fängt mit unseren Gedanken an, die wir, wenn wir es wollen, so filtern können, dass immer das Positive im Vordergrund steht. Dann werden wir vielleicht irgendwann damit aufhören, immer nur das zu artikulieren, was wir nicht wollen. Und stattdessen das manifestieren, was wir wollen.

Zum Beispiel?

Maik Kunzelmann: Jeder sagt, ich will keinen Krieg. Doch wer weiß schon genau, wie eine Welt im wirklichen Frieden aussieht? Wir haben zumindest eine Vorstellung von Frieden, doch es gibt Länder, die kennen über Generationen hinweg nur Krieg. Wenn wir uns alle darauf fokussieren, wie eine friedliche Welt von morgen aussehen könnte, entsteht eine Energie, die unsere Gedanken wahr werden lässt. Unser Geist formt die Materie.

VISU_Blog_Homa_FeuerbildWie weit ist die Menschheit dafür?

Maik Kunzelmann: Ich habe in Indien am Agnihotrafeuer teilgenommen, einem über 3000 Jahre alten vedischen Ritual, das auch hier immer mehr Menschen durchführen. Da geht es um göttliche Energie, die wir reinigend in die Atmosphäre geben, von wo aus sie wieder zu uns zurückkommt. Sehr fruchtbar sowohl in materieller, irdischer als auch in spiritueller Hinsicht. Für den Einzelnen und für die ganze Menschheit. Die Zeremonie in Varanasi und ihre geschichtlichen Hintergründe habe ich in einem der Indien Blogs näher beschrieben. Wie gesagt, immer mehr Menschen öffnen sich für andere Sicht- und Handlungsweisen. Sie sind viel bereiter, wenn es darum geht, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Die Welt wird trotz humaner Gedanken und religiöser Ideen immer noch von Ungerechtigkeit beherrscht. Wie hat sich das, bei aller Faszination vom Spirituellen, in Indien angefühlt?

Maik Kunzelmann: Gerade die Kasten im Hinduismus sind von einer Striktheit geprägt, die aus meiner Sicht alles andere als in Ordnung ist. Das ist mir überall begegnet und hat mir bewusst gemacht, dass die religiöse Komponente in Indien nur eine Seite der Medaille ist. Indien ist ein stark wachsendes Land, mit einem riesigen Potenzial, das alle Facetten hat, von superreich bis ganz, ganz arm. Gegenüber vor zehn Jahren, als ich schon einmal dort war, haben sich heute die Grenzen sogar noch verstärkt. Das wird durch die Präsenz von waffenstarrendem Schutz für die Reichen überall immer deutlicher. Ich denke mal, dass sich hiermit beide Seiten nicht ganz wohl fühlen. Und obwohl man sagt, die unteren Kasten fügen sich in ihr Schicksal, ist doch eine zunehmende Polarisierung von materiellem Besitz in der Bevölkerung spürbar. Besser wäre da eine gleichmäßige, schrittweise Verteilung von materiellen und geistigen Gütern.

VISU_Blog_BücherWird die Religion dabei eine zunehmende oder eher abnehmende Rolle spielen?

Maik Kunzelmann: Sie sollte und wird eine Rolle in einer gerechteren und friedlicheren Welt spielen. Und nirgendwo, so meine aktuellen Erfahrungen, sind die Grundlagen für eine konfliktfreie Koexistenz nun einmal besser als in Indien. Gerade weil in anderen Regionen auf der Welt der religiöse Zwist Hauptgrund für Krieg und Leid ist. Deshalb ist auch das Thema Religion ein wichtiger Baustein des Visuprojekt Instituts. Unser Leitspruch „alles ist mit allem verbunden“ wird nirgendwo so deutlich, wie in den Religionen. Denn sie sind gar nicht so weit getrennt voneinander, wie wir das glauben sollen. Ich denke, dass alle Religionen einen gemeinsamen Ursprung haben, wo genau der geographisch und in seinem Urimpuls auch liegen mag. Wenn wir uns alle auf die Ursprünge besinnen würden, wäre sehr schnell wieder eine Einheit da. Mir sind auf meiner Indienreise viele religiöse Komponenten begegnet, die nicht nur große Toleranz gegenüber anderen zeigen, sondern oft sogar die selben Heiligen und deren Namen verehren. Und das ist nicht nur im Hinduismus so, auch der Islam, das Christentum, das Judentum haben zum Teil die gleichen Personen und oft auch die gleichen Geschichten in ihren heiligen Schriften. Das sollte uns doch allen Mut für die Zukunft machen, oder?

Fotos: Maik Kunzelmann, i-stock – Mitarbeit: Rüdiger Lehmann

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Indien – religiöse Vielfalt, Akzeptanz und Harmonie http://www.visuprojekt-institut.de/religionen-in-indien/ http://www.visuprojekt-institut.de/religionen-in-indien/#respond Fri, 03 Jul 2015 09:33:12 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1404 Auf den Spuren alter Kulturen und heiliger Städte / Teil 8
von Maik Kunzelmann

Während ich am Flughafen New Delhi zum Heimflug einchecke, zieht im Zeitraffer all das an mir vorüber, was ich in nur zwei Wochen erleben durfte. 14 Tage vollgepackt mit indischer Kultur- und Religionsgeschichte aus über 5000 Jahren nehme ich mit, so meine Gedanken, die gleich von vielen Fragen überlagert werden. Geht das überhaupt? Was wird davon übrig bleiben, für mich, meine Arbeit, das VISUPROJEKT Institut? Und macht es eigentlich Sinn, zwischen all dem nach Zusammenhängen zu suchen? Ich finde eine kleine Antwort darauf in einem Buch über Quantenmechanik, in dem ich blättere, als ich am Flugschalter stehe:

Alles hängt mit allem zusammen.

World Religions Flower SymbolsDie Vielfalt der Religionen ist in Indien von großer Akzeptanz und Toleranz geprägt. Alles scheint hier miteinander zu korrespondieren, in Verbindung zu stehen und voneinander zu profitieren. Trotz teils starker Unterscheidungen habe ich auf meiner Reise überall Menschen kennen gelernt, die anderen Religionen sehr weise und verständnisvoll gegenüber standen. Irgendwie scheint in Indien alles Platz zu haben. Auch wenn das Christentum mit aktuell rund 2,5 Prozent nur wenig Raum einnimmt, kam es bereits um das 4. Jh. n. Chr. durch den syrischen Kaufmann Thomas Cana nach Indien. Bis heute führt die Syrische Christliche Kirche in Südindien ihre Wurzeln auf den heiligen Thomas zurück, während die römisch-katholische Kirche sich auf die Ankunft des heiligen Franziskus Xavier im Jahr 1542 beruft. Größeren Anteil genießt in Indien mit rund 13,5 Prozent der Islam, der im 7. Jh. n. Chr. vom Propheten Mohammed gegründet und schon bald darauf durch arabische Händler und muslimische Heere Indien erreichte. Ihnen folgten die Afghanen und die Moguls, von denen es Kaiser Akbar fast gelang, eine neue Religion namens Din-e-Elahi zu gründen, die aus dem Hinduismus und dem Islam konzipiert war.

Komplexes Wissen für die gesamte Menschheit

VISU_Blog_BücherSchon im 8. Jh. v. Chr. wurden die Upanishaden, die ältesten philosophischen Schriften der Inder und wahrscheinlich auch der ganzen Menschheit, aufgeschrieben. Sie gingen bis ins Jahr 200 v. Chr. einher mit einer Veränderung des zu dieser Zeit herrschenden Brahmanismus in Richtung des heutigen Hinduismus. Basierend auf den Veden hatten sie als Botschaften der altindischen Industal-Kultur schon vor über 5000 Jahren als komplexes Wissen für die gesamte Menschheit ihre mündliche Verbreitung gefunden. Hinduistische Reformbewegungen, wie der Buddhismus, der Jainismus* und später der Islam, die sich vor allem gegen das Kastensystem wandten, übten ihren Einfluss auf den Hinduismus aus, dem es aber bis heute immer wieder gelang, neue Denkanstöße zu integrieren. So wurde aus Buddha eine Inkarnation des Gottes Vishnu, was ihn auf diesem Weg ins hinduistische Denken einbaute.
 Es ist durchaus möglich bei gutgläubigen Hindus gleichzeitig Bilder von Vishnu, Shiva, Buddha und Jesus einträchtig nebeneinander an der Wand zu finden, was die große Toleranz der Hindus in religiösen Dingen aufzeigt, die so gut wie nie Missionsgedanken hegen. Für sie gibt es viele Wege, Erleuchtung, Erlösung oder das Nirvana zu erreichen. Jedem Hindu ist es freigestellt, den Gott zu verehren, der ihm am besten gefällt oder der gerade Abhilfe in momentanen Problemlagen schaffen kann.

VISU_Blog_LotusDie humanitären Visionen der Bahai

Auch die in Indien vertretene und weltweit mit fünf Millionen Anhängern aktive Bahai Religion ist von Toleranz und Eintracht mit allen anderen Religionen dieser Welt geprägt. So zählen die Bahai, neben dem als Gottesoffenbarung betrachteten Werk ihres Religionsstifters Baha’ullah (1817-1892), auch die Heiligen Schriften anderer Weltreligionen zum gemeinsamen religiösen Erbe. Weil sie in Gott den Herrn aller Religionen sehen, gelten Adam, Abraham, Moses, Zarathustra, Krishna, Siddhartha Gautama, Jesus Christus, Mohammed, der Bab und Baha’ullah allesamt als Manifestationen Gottes. Im Rahmen einer handlungsorientierten, humanitären Vision ruft Religionsgründer Baha’ullah seine Anhänger dazu auf, „…das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den Menschen zu pflegen und nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft zu werden.“ Neben dem berühmten Tempel in New Dehli befindet sich das Europäische Haus der Andacht, so seine Bezeichnung in Deutschland, in der Nähe von Frankfurt in Langenhain im Taunus.

Parallelen zwischen Buddhismus und Christentum

VISU_Blog_BuddhaInsgesamt ist der Hinduismus mit über 80 Prozent Anteil an der indischen Bevölkerung die mit Abstand älteste der heute noch praktizierten großen Religionen. Der Buddhismus entstand sehr viel später – vor rund 2500 Jahren – durch den Brahmanensohn Siddarta, der nach seiner Erleuchtung den Namen Buddha erhielt. Der Buddhismus lehnte eine strenge Einteilung in jene Kasten ab, die bis heute den Unterprivilegierten ein menschenunwürdiges Leben zumuten. Indem der Buddhismus ein eigenes Glaubenssystem entwickelte, zog er höchst interessante Parallelen zwischen der Entstehung des Christentums hinsichtlich ihrer Vorgänger-Religionen. Buddhismus und Christentum entstanden in etwa zur gleichen Zeit, indem sie beide, anders als ihre Vorgänger-Religionen, Fragen der menschlichen, individuellen Lebensführung in den Mittelpunkt stellen, was zuvor bei den Ägyptern, Griechen, Römern und Indern noch eher nachrangig behandelt wurde. Dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied: Während das Christentum die alten Religionen als heidnisch brandmarkte und vernichtete, zogen die Buddhisten in Gebiete östlich von Indien und etablierten sich dort vor allem durch Integration.

Gott ist in uns allen

VISU_Blog_Sikh_TempelIm Verlauf meiner Reise war für mich, neben den vielen anderen Erlebnissen, die Begegnung mit dem Sikhismus besonders beeindruckend und richtungsweisend. Mit nur rund 2 Prozent Bevölkerungsanteil sind die Sikhs eine kleine Religionsgemeinschaft, die, beeinflusst von den positiven Eigenschaften des Hinduismus und des Islams im 16. Jahrhundert von Guru Nanak gegründet wurde. Wie Buddhisten und Bahai sind auch die Sikhs gegen Vielgötterei, Kastenwesen, Aksese und für religiöse Duldsamkeit. Sie verwehren sich gegen Intoleranz und Diskrimierung Andersgläubiger und stehen für die Gleichstellung von Frauen. Durch die Verteidigung ihres Glaubens wurden sie in Indien zu einem nationalen Kriegeradel, der auch heute noch den Kern der Indischen Armee bildet. Da die bildliche Vorstellung eines Schöpfers für sie jenseits des menschlichen Begriffsvermögens liegt, lehnen sie jegliche bildliche Vorstellung von Gott ab. Für die Sikhs ist Gott nicht im Tempel, nicht in der Synagoge und nicht in der Kirche. Er ist in uns, und seine Manifestation in den Menschen definieren sie so: Wo ein Sikh ist, gibt es einen Sikh. Wo zwei Sikhs sind, gibt es eine Versammlung von Heiligen. Wo fünf Sikhs zusammenkommen, da ist Gott.

* Dem Jainismus folgen heute rund 4 Millionen Inder. Mit seinen Wurzeln im Brahmanismus entstand er aus ähnlichen Motiven heraus fast zeitgleich mit dem Buddhismus. Auch wenn er sich weniger gegen den Adel der Brahmanen wendet und eher als Bewahrer von deren philosophischen Überzeugungen versteht.

Fotos: Maik Kunzelmann, i-stock – Mitarbeit: Rüdiger Lehmann

Im nächsten Blog:
Was bedeuten die Erlebnisse und Erkenntnisse der Indienreise für das VISUPROJEKT Institut? Ein Gespräch mit Maik Kunzelmann

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Im Zeichen von Mitgefühl und Toleranz – Tibets wechselvolle Geschichte http://www.visuprojekt-institut.de/geschichte-tibets/ http://www.visuprojekt-institut.de/geschichte-tibets/#respond Fri, 12 Jun 2015 13:20:02 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1373 Auf den Spuren alter Kulturen und heiliger Städte / Teil 7
von Maik Kunzelmann

Die gigantische Menge an Schriften, Büchern und Artefakten, die das Museum des Tibet House beherbergt, gibt auch jenen Ereignissen Raum, die im Jahre 1959 zur Flucht des Dalai Lama nach Indien führten. Ein düsteres Kapitel in der Geschichte des Buddhismus, das in seiner Leidensrelevanz einerseits den buddhistischen Weisheiten gleichkommt, andererseits dem Dalai Lama aber eine Rolle abverlangt, die eigentlich nicht seinem Wesen entspricht…

VISU_Blog_Buddh_MöncheAnstatt seiner Bestimmung von der Weltabkehr zu folgen und sich auf seine spirituelle Entwicklung zu konzentrieren, ist der Dalai Lama seither zu einer populären Person geworden, die das stille Kloster mit Flugzeug und Massenveranstaltungen getauscht hat. Wie sehr seine Mission zur Befreiung Tibets dabei noch eine Zukunft hat, mag strittig sein. Unstrittig aber, so der Leiter des Tibet House Geshe Damdul bei meinem Besuch, sei seine Wirkung auf die weltweite Entwicklung des modernen Buddhismus. Den Initiativen des Dalai Lamas sind dabei nicht nur die Existenz des Tibet House in New Delhi zu verdanken, sondern insgesamt auch das weltweit gesteigerte Bewusstsein der Menschen zu mehr Frieden, Mitgefühl und Toleranz.

Zunehmende Bedeutung des tibetischen Buddhismus

Quer durch alle Religionen erweist man mit dem Dalai Lama heute einer Philosophie die Ehre, die um 760 n.Chr. in Tibet mit einer großen Verbreitungswelle zunehmende Bedeutung gewann. Nachdem der chinesische Einfluss in den folgenden Jahrhunderten zunächst wieder zunahm, gelang es Tibet Ende des 19. Jahrhunderts sich unter der politischen und geistlichen Führung des Dalai Lama davon zu befreien, während man sich gleichzeitig von der Außenwelt abkapselte. Im Jahre 1914 beschlossen Indien, Großbritannien und Russland die Unabhängigkeit Tibets, die von China aber nie anerkannt wurde. Tibet wurde geteilt, das nördliche „Innere Tibet“ kam zu China, das Hochland „Äußeres Tibet“ wurde von der Hauptstadt Lhasa aus formal als indirektes britisches Protektorat unabhängig verwaltet.

Von der Autonomie zur Massenflucht

VISU_Blog_Tibet_mapNach dem Sieg der Kommunisten im chinesischen Bürgerkrieg drangen Ende Oktober 1950 chinesische Soldaten in Tibet ein, wobei ihnen die nur 10.000 Mann starke tibetische Armee wenig entgegensetzen konnte. In den folgenden Jahren, in denen Tibet seine Autonomie und der Dalai Lama seine geistliche und politische Funktion behielt, kam es nach einer Vielzahl unmenschlicher Ereignisse, wie Zwangsarbeit, Auflösungen von Klöstern und Umsiedlungsprogrammen zu einem Guerillakrieg, bei dem tausende Tibeter getötet und gefangen genommen wurden. Weitere Tausend Tibeter flüchteten in die Nachbarländer, so wie 1959 auch der Dalai Lama.

Viel Gehör und Aufmerksamkeit

LEH, INDIA - AUGUST 5, 2012: His Holiness the 14th Dalai Lama giDer mit fünfzehn Jahren zum geistigen und weltlichen Oberhaupt Tibets ernannte Dalai Lama versucht seither aus dem Exil auf vielen Wegen, das Los der Menschen in seiner Heimat zu verbessern. Vom indischen Dharamsala aus rief er eine Exilregierung ins Leben mit einem Exilparlament, einem Kabinett und anderen demokratischen Institutionen. Seitdem, und besonders als Friedensnobelpreisträger des Jahres 1989, versuchte er in Verhandlungen mit der chinesischen Regierung eine echte Autonomie und Selbstverwaltung für Tibet zu erlangen. Doch trotz weitgehender Konzessionen, die er durch seine Politik des Mittleren Weges machte, war Peking nicht an einem Dialog interessiert.
 Es folgten viele Gespräche zwischen Vertretern des Dalai Lama und der chinesischen Regierung, ohne dass es zu Veränderungen in Chinas Haltung zu Tibet kam. Im Jahr 2001 wählten die Exiltibeter auf Betreiben des Dalai Lama mit Professor Samdhong Rinpoche ihren ersten Premierminister. Auch wenn er sich im Frühjahr 2011 schließlich von allen politischen Ämtern in der Exilregierung zurückzog und die politischen Geschicke ganz in die Hand der demokratischen Institutionen legte, erhält der Dalai Lama auf seinen Reisen durch die Welt bis heute viel Gehör und große Aufmerksamkeit.

Fotos: i-stock – Mitarbeit: Rüdiger Lehmann

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Hinduismus, Sikhismus, Buddhismus und Bahai… wo liegen die Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede?

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Das Tibet House – Zeugnis einer unsterblichen Kultur http://www.visuprojekt-institut.de/tibet-house-buddhismus/ http://www.visuprojekt-institut.de/tibet-house-buddhismus/#respond Mon, 25 May 2015 09:00:02 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1341 Auf den Spuren alter Kulturen und heiliger Städte / Teil 6
von Maik Kunzelmann

Die Zeit, die ich im Tibet House damit verbringe auf Mr. Damdul zu warten, nutze ich mit einem kurzen Besuch in der Bibliothek und im Museum das geschichtsträchtigen Zentrums. Hatte meine Reisebekanntschaft sich mir zunächst in aller Bescheidenheit als Lehrer vorgestellt, erfahre ich, dass Geshe Damdul als Direktor des Tibet House eine wichtige Persönlichkeit in den Strukturen des sich international immer weiter ausbreitenden Buddhismus darstellt.

IMG_3248Bei Tee und Gebäck lasse ich mir im Büro von Mr. Damdul die vielschichtigen Hintergründe des 1965 vom Dalai Lama ins Leben gerufenen Tibet House erklären. Zuvor hat er mir Pooja Dabral vorgestellt, eine Deutschlehrerin, die nach ihrem Studium der deutschen Literatur an der Universität Delhi hier gerade an einer Doktorarbeit arbeitet, die thematisch eng mit dem Tibet House verknüpft ist. Mit ihr spreche ich auf Deutsch über die Vielschichtigkeit indischer Religionen und Philosophien. Auch darüber, dass die Samen des heute als Kultur-, Schulungs- und Philosophiezentrum agierenden Tibet House 1959, im Jahr der politischen Umwälzungen, gelegt wurden. Aus Tibet vertriebene buddhistische Mönche und Meister brachten seinerzeit auf gefährlicher und abenteuerlicher Flucht über den Himalaya eine Vielzahl wertvoller Gegenstände und Bücher von höchst religiöser und kultureller Bedeutung hierher nach New Delhi.

Einmalige Artefakte und Forschungsergebnisse

Nepalese Prayer Wheels on Swayambhunath stupa in Kathmandu, NepaIm Herzen der indischen Hauptstadt gelegen, beherbergt die fünfstöckige Anlage des Tibet House heute ein Museum mit tibetischer Kunst und einer Vielzahl an einmaligen Artefakten sowie eine Bibliothek mit fast 5000 Bänden aus Handschriften und Büchern. Dazu kommen ein Ressourcenzentrum, ein Konferenzsaal, eine Galerie und eine Buchhandlung. Unermüdlich treten Forschungsergebnisse und wichtige Texte aus Übersetzungsprojekten von hier aus ihren Weg in die buddhistische Welt an. Es werden Vorträge gehalten, Konferenzen organisiert sowie Ausstellungen, Filmvorführungen und Festivals durchgeführt. So wie es sich Seine Heiligkeit der Dalai Lama bei der Gründung des Tibet House einst wünschte, konzentrieren sich diese Programme auf die indische und tibetische buddhistische Geschichte, ihre Religion und Philosophie, auf Kunst, Literatur und Kultur. Ein großer Kreis aus Tibetologen und buddhistischen Meistern, Laien und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen zeugen gemeinsam mit Künstlern und sozialen Aktivisten im Tibet House vom lebendigen und sich ständig weiter entwickelnden Erbe des tibetischen Volkes.

Für eine globale universelle Harmonie

VISU_Blog_BücherEine stetig wachsende Zahl von Menschen in aller Welt interessiert sich heute für die buddhistischen Lehren. Schon in den vergangenen Jahrhunderten erfuhr der Buddhismus, während er sich um die Welt verbreitete, immer auch selbst eine Weiterentwicklung, indem er Elemente und Akzente anderer Kulturen in seine Praxis aufnahm. Dem entsprechend verändert sich die buddhistische Lehre aktuell auch durch seine zunehmende Integration in westliche Lebensumstände, die sich vor allem im Wunsch nach Demokratisierung und weniger hierarchischem Gefälle äußert. Es ist nicht der Rückzug von der Welt, sondern eine zunehmende Einbindung in den modern geprägten Alltag, der damit auch die Horizonte des Tibet House weiter expandieren lässt. Längst ist die Aufgabe des Buddhismus heute nicht mehr nur die Bewahrung der Vergangenheit, sondern auch der aktive Beitrag zur Linderung globaler Leiden im Hier und Jetzt. Umwelt-, Friedens- und andere Hilfsprojekte orientieren sich vermehrt an dem, was der Dalai Lama als jene universelle Interdependenz und Notwendigkeit bezeichnet, die ein Gefühl von Harmonie und Mitgefühl als Gegenmittel gegen das Leiden der Welt entwickelt. Als eine Vision mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die Aktivitäten des Tibet House liegt ein Schwerpunkt damit auf der Förderung interkultureller und interreligiöser Dialoge sowie auf der Erforschung der Beziehungen zwischen Wissenschaft und Religion. Es ist die ökologische Verantwortung für einen zerbrechlichen Planeten, die auch aus buddhistischer Sicht die Bemühungen um eine universelle Harmonie maßgeblich prägt.

Fotos: Maik Kunzelmann, i-stock – Mitarbeit: Rüdiger Lehmann

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Ein trauriges Kapitel tibetischer Geschichte: Nach einem Volksaufstand am 10. März 1959 gegen die chinesischen Machthaber muss der Dalai Lama von Lhasa nach Indien fliehen. Dabei sterben zehntausende Tibeter….

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Buddhas Weg zum glücklichen Leben http://www.visuprojekt-institut.de/buddhismus/ http://www.visuprojekt-institut.de/buddhismus/#respond Sat, 09 May 2015 15:39:26 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1306 Auf den Spuren alter Kulturen und heiliger Städte / Teil 5
von Maik Kunzelmann

Von meinem Aufenthalt in Varanasi bin ich nach New Delhi zurückgekehrt. Die vielen Eindrücke ließen mir keine Zeit, mich in der alten Stadt am Ganges intensiver auch mit dem Buddhismus, einer der wichtigsten Philosophien der Welt, zu beschäftigen. Beim Hinflug verabschiedete ich mich beim Zwischenstopp in Gaya, dem Ort der Erleuchtung Buddhas, von meinem Sitznachbarn Geshe Damdul allerdings mit dem Versprechen, ihn in New Delhi im buddhistischen Zentrum des Tibet House zu besuchen…

In Varanasis Stadtteil Sarnath befindet sich die Weltzentrale aller Buddhisten. Hier hielt Siddhartha Gautama als Buddha der Erleuchtete im 6. Jh. v. Chr. in einer Höhle seine erste Predigt. Jahrhundertelang war Sarnath als jener Ort, an dem Buddha und seine Anhänger sich von ihren Missionsreisen erholt haben, als Wallfahrtsort ein florierendes Zentrum buddhistischer Kunst und Lehre. Bis heute gilt Sarnath neben Bodhgaya, Kapilavastu und Kushinagar zu den vier wichtigsten Pilgerzielen.

VISU_Blog_iStock_RikshaEin einzigartiges kulturelles Erbe

Es ist eher ein Ort neuerer buddhistischer Geschichte, zu dem ich mich ich am Morgen durch das geschäftige New Delhi aufmache. Auf unserem gemeinsamen Flug hatte sich Mr. Damdul mir als Lehrer am Tibet House vorgestellt. Einer Institution, die, nur wenige Häuserblocks von meinem Hotel entfernt, als Tor zur tibetischen Kultur ein Zentrum für Tibetologen, buddhistische Meister, Laien und Wissenschaftler aus vielen Disziplinen gilt. 1965 von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama gegründet, soll das Haus dem künftigen Schutz des einzigartigen kulturellen Erbes von Tibet und der Verbreitung der buddhistischen Lehre dienen.

Monks reading and studying traditional booksDer eigene Weg zur Zufriedenheit

Auch wenn der Buddhismus zu den großen Weltreligionen zählt, gilt er in seiner Auslegung auch als umfassende, allen anderen Religionen offen stehende, Philosophie. Getreu dem Buddha-Zitat Glaub‘ nicht blind was andere sagen – auch dem Buddha nicht. Finde selbst heraus, was Zufriedenheit, Klarheit und Ruhe bringt, erlaubt der Buddhismus es jedem, seinen eigenen, kreativen und undogmatischen Weg zu einem glücklichen Leben zu finden. Dabei beinhaltet die Frage nach dem Glück gleichzeitig die Frage nach dem Umgang mit unseren Ängsten, den kleinen und großen Problemen des Alltags und der existentiellen Angst vor dem Tod. Auch wenn der weltweite Buddhismus heute äußerst vielfältige, an religiöse Zeremonien und Riten gebundene Ausprägungen vorweist, stellt Buddha nirgendwo einen Gott mit einem Anspruch der Rückbindung an ein Schöpferwesen dar. Buddha war ein Mensch, der zur Erforschung des menschlichen Geistes die jedermann verfügbaren Mittel des Bewusstseins benutzte. Dies macht die buddhistische Philosophie und Psychologie nicht zu einer Lehre von Dingen, die man glaubt oder nicht glaubt, sondern zu einer Philosophie der Erkundung des eigenen Geistes und des eigenen Lebens.

VISU_Blog_iStock_Gaya_Baum_ErleuchtungVier edle Wahrheiten

Aus dem 4000 Jahre alten Hinduismus heraus entstand der Buddhismus vor über 2000 Jahren als eine Reformbewegung, die die bis heute bei Hindus selbstverständliche strenge Einteilung in Kasten ablehnte. Gemäß der Überlieferung entstammte Buddha als Brahmanensohn Siddhartha Gautama einem Adelsgeschlecht des nordindischen Volks der Shakya. Er verließ seine Frau, den Palast und das Reich seiner Eltern um das Leben eines Asketen zu führen. Dabei erlernte er die yogische Praxis und Meditation als Schüler angesehener brahmanischer Eremiten, bevor er im Alter von 35 Jahren in einer Vollmondnacht in tiefster Versenkung unter einer Pappelfeige in Gaya die Erleuchtung zum Buddha erfuhr. Nach seinem Erwachen formulierte er die vier edlen Wahrheiten: die Angst muss verstanden werden, von ihrem Ursprung muss abgelassen werden, ihr Aufhören muss verwirklicht und die dafür nötige Praxis des mittleren Weges, der weder extremen Konsum noch Askese formuliert, muss geübt werden.

Fotos: i-stock – Mitarbeit: Rüdiger Lehmann

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Mit Mr. Geshe Damdul und der Deutschlehrerin Pooja Dabral lerne ich die Bilbliothek, das Museum und die große Bedeutung des Tibet House kennen…

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Agnihotra – die spirituelle Reinigung der Atmosphäre http://www.visuprojekt-institut.de/agnihotra-feuerritual/ http://www.visuprojekt-institut.de/agnihotra-feuerritual/#respond Mon, 27 Apr 2015 14:18:42 +0000 http://www.visuprojekt-institut.de/?p=1275 Auf den Spuren alter Kulturen und heiliger Städte / Teil 4
von Maik Kunzelmann

Es ist ein beeindruckender Abend, den wir am Ufer des Ganges erleben dürfen. Lang anhaltende Mantras untermalen im Schein flackernder Feuer die bunt gekleideten Menschen, die voller Hingabe ihrer spirituellen Emotion folgen. Wir sind Zeuge des schon in den alten Vedischen Schriften erwähnten Agnihotra Feuerrituals, einer Tradition, die Verunreinigungen auflösen und die Atmosphäre spirituell reinigen soll.

VISU_Agnihotra_Blog_1Nach den unzähligen Gläubigen auf den Stufen des Ganges und Shivas heiligstem Tempel Vishvanath sind wir am Abend des zweiten Tages an den Ganges zurückgekehrt. Gemeinsam mit meinem indischen Freund Bhushan Kumar folge ich einer Einladung zum Agnihotra Feuerritual, das den letzten Abend in Varanasi, wo ich schon so vieles vom Hinduismus und den Veden erfahren durfte, beeindruckend abrundet. So wie sie die Basis des gesamten Hinduglaubens darstellen, sind die Veden auch die Grundlage zum Feuerritual. Erst kurz vor meiner Abreise nach Indien war ich zuhause in Deutschland Zeuge des Rituals auf dem Homa Hof Heiligenberg geworden. Einer ehrenamtlichen Initiative, die Agnihotra in der biologisch kontrollierten Landwirtschaft einsetzt und mit der dabei entstehenden Asche ohne künstliche Dünger sehr hohe und vor allem gesunde Erträge erwirtschaftet.

VISU_Agnihotra_Blog_3Eine Flut feinstofflicher Energien

In den zwischen 1300 und 1000 v. Chr. verfassten Veden wirkt Agnihotra nach dem System der Resonanz: „Heile die Atmosphäre und die geheilte Atmosphäre heilt dich“. In den alten Sanskrit Texten wird es als ein Verfahren aus den Wissenschaften der Bioenergie, Medizin, Klimatologie und Landwirtschaft beschrieben, das darüber hinaus der spirituellen Entwicklung des Menschen dient. Die stark reinigenden Zutaten des Feuerrituals aus Kuhdung, Ghee (Butterfett) und Reis sind genau festgelegt. Agnihotra wird zu Sonnenauf- und, wie in unserem Fall, zu Sonnenuntergang durchgeführt. Zu diesen Zeiten, so die vedische Auslegung, strömt eine gewaltige Flut feinstofflicher Energien auf den jeweiligen Ort. Auch an unserem Abend werden Mantras gesungen, die exakt auf den Vorgang Sonnenuntergang abgestimmt sind.

Ethische Grundlagen und Richtlinien

Im Verlauf des rund anderthalb Stunden dauernden Feuerrituals werden wir Teil eines gigantischen Energielevels, das die unzähligen Menschen um uns herum in einer Mischung aus Freude und Versenkung erfasst hat. Alle sind eingeladen zum Feuerritual Agnihotra, egal welches Geschlecht, Herkunft und Religion. Ob Erwachsene oder Kinder, Pilger, Einheimische oder Touristen. Es ist ein Ritual der Einheit: Wir sind alle EINS …. We are ONE… In einem Wechsel aus Mantras, Musik und Gesang leiten die rot-gelb lodernden Flammen einen Teil der heilenden Energien hinaus in die Atmosphäre, während ein anderer Teil in der verbleibenden Asche enthalten bleibt. Am Nachmittag, bevor wir zum Agnihotra Ritual aufbrachen, habe ich noch einmal nachgelesen, inwieweit die Veden als älteste Schriften unserer Erde einen gigantischen Schatz an ursprünglichem Wissen aus Naturgesetzen, spirituellen Gesetzmäßigkeiten, Wissenschaften und ethischen Grundlagen in sich vereinen. Die Essenz der Veden, für ein glückliches Miteinander auf der Erde und als verbindendes Glied für alle Kulturen, Völker, Religionen, Konfessionen und soziale Schichten, wurde

Flamein fünf Richtlinien zusammengefasst:

  • Daan steht für das selbstlose Teilen mit anderen, um damit Geben und Nehmen ins Gleichgewicht zu bringen und Nichtverhaftung zu erlangen.
  • Tapa sind Übungen zur Selbstdisziplin, um Schwächen in Stärken zu verwandeln und Ziele zu erreichen.
  • Swadhyaya ist die Erforschung des eigenen Selbst für ein eigenverantwortliches Leben und zur Selbsterkenntnis.
  • Karma beschert uns ein selbstloses Handeln und ein gutes Schicksal, denn was man sät, erntet man.

Die 5. Richtlinie Yagna schließlich enthält die Feuertechniken zur Reinigung von Atmosphäre, Wasser, Erde und zur Regeneration von Mensch, Tier und Pflanze, so, wie wir sie heute Abend hier erleben dürfen. Ich werde also einen weiteren Baustein mitnehmen, wenn ich am nächsten Tag zurück nach New Delhi fliege, wo ich mich schon auf weitere spannende Erfahrungen freuen kann.

Fotos: Maik Kunzelmann, i-stock – Mitarbeit: Rüdiger Lehmann

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Auf den Spuren des Buddhismus treffe ich meine Flugbekanntschaft Geshe Damdul, einen Lehrer aus dem Tibet House New Delhi wieder…

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