Die heilige Geometrie und das fraktale Universum

Während die Wissenschaften der Vergangenheit fast ausschließlich damit befasst waren, das zu erforschen, was greif- und sichtbar ist, beschäftigte sich die Metaphysik parallel dazu schon immer mit dem Unsichtbaren. Heute werden wir Zeuge, wie die beiden Bereiche auf organische Weise zusammenwachsen.

Die Heilige Geometrie gilt als Ursprache der Schöpfung, die seit jeher von Künstlern, Architekten und Mystikern studiert wurde. Indem sich hinter der Materie offenbar geheimnisvolle Energiestrukturen zu verbergen schienen, war die Menschheit stets dabei, Orte zu finden, die eine bestimmte energetische Eignung für diverse Nutzungen aufwiesen, so wie beispielsweise für den Bau von Sakralbauten. Dennoch sind bis heute endgültige Antworten zu elementaren Fragen der heiligen Geometrie noch lange nicht gefunden worden: Wie ist die heilige Geometrie mit der physischen Realität verbunden? Was ist das Geheimnis des Goldenen Schnitts, des Torus und des Fraktalen Universums? Wie kann uns heilige Geometrie dabei helfen, das Universum und das Leben zu verstehen?


The Flower Of Life backgroundMaterie ist Energie

Einig sind sich moderne Wissenschaften mit alten mystische Texten mittlerweile dahingehend, dass die Welt, so wie wir sie sehen, nicht die Welt der Wirklichkeit ist. Die letzten hinter uns liegenden 100 Jahre Physik haben verdeutlicht, dass die Trennung, die wir an der Oberfläche wahrnehmen nur eine die Realität der Einheit verdeckende Illusion ist. Materie ist nichts anderes als Energie, die in einer bestimmten Frequenz oder einem speziellen Rhythmus so vibriert, dass es ihr den Anschein gibt, etwas Festes zu sein. Das Bewusstsein, dass das gesamte Universum ein Meer von vibrierender Energie ist, in dem alles miteinander verbunden ist, ist somit zum Bestandteil rationaler wissenschaftlicher Erkenntnisse geworden.

Ein sich selbst erhaltender Weg

Als eine Art Schwingungs-Membran überträgt diese Verbundenheit Informationen sowohl über sehr kleine als auch sehr große Distanzen. Und das nach wissenschaftlicher Auffassung in form einer so komplexen Struktur, wie dem Torus. Da die globale Geometrie eines Raums durch seine Krümmung nicht vollständig festgelegt wird, kann auch ein flacher Raum endlich sein, so wie die Oberfläche eines Torus durch seine zweidimensionalen Ringe. Da heute die meisten Wissenschaftler ein flaches unendliches Universum favoritisieren, scheint der Torus die grundlegende Form in der Matrix der Schöpfung darzustellen, da er der effizienteste, sich quasi selbst erhaltende Weg für einen Energiefluss ist, der es schafft sich auszudrücken und gleichzeitig einen Mittelpunkt zu betreten, ihn zu halten und zu verlassen.

Die beste und einfachste Form

Three-dimensional model of torus with polygonsIm Zentrum des Torus kommen alle Wellen zusammen um dort ihre Identität, ihr Gedächtnis und ihre Dynamik auf nicht-zerstörerische Weise zu teilen. Durch seine größenunabhängige Form steht er damit als die beste und einfachste Form für Atome, für unser Herz, unseren Geist, unsere Gebäude, unsere Gemeinschaften und unseren gesamten Planeten. Grundsätzlich alle Energiefelder können als Torus bezeichnet werden. Auch die menschliche Aura, die mit den zentrierenden Kräften des Torus in die Lage versetzt wird, ihre lebensspendende Energie in einer stabilen Struktur zu halten und fließen zu lassen. Je besser das menschliche Energiefeld im Einklang mit der Geometrie des Feldes ist, je optimaler der Fluss im Torus stattfindet, desto mehr Lebensenergie, Bewusstsein und spirituelle Schwingungserhöhung erlangen wir.

Rüdiger Lehmann