Maik Kunzelmann auf den Spuren ägyptischer Geschichte, Teil 7: Scheich Gamal und sein Parfüm

Nach spannenden Besuchen im koptischen Viertel Kairos, bei den Pyramiden von Gizeh und den mystischen Sarkophagen von Sakkara beschließt Maik Kunzelmann seine Ägyptenreise mit einem weiteren Highlight: Dem Studio des Parfümeurs Scheich Gamal.

Nicht weit von den Pyramiden entfernt lebt und arbeitet Scheich Gamal Abd El Sami Zaki. Als Nachfahre einer Kaste von Parfümeueren verwahrt er die traditionellen Geheimnisse, die aus den Epochen der Pharaonen vererbt wurden.

Pioniere der feinen Düfte

Schon der griechische Historiker Plutarch schwärmte vom altägyptischen Parfüm, da es „…zum Schlaf und zu schönen Träumen“ verhelfe. „Es entspannt, vertreibt die Sorgen des Tages und bringt tiefen Frieden.“ Zusammen mit Mesopotamien gehört das Land der Pharaonen zu den Pionieren der feinen Düfte. Mehr als 9000 Jahre alt sind die frühesten Aufzeichnungen über die Herstellung von Parfüm. Die Tempelpriester nutzten die Essenzen um die Götter zu betören und die Körper der gestorbenen Pharaonen einzubalsamieren. Was die Geschichte des Parfums fast so alt sein lässt wie die Geschichte der Menschheit.

Und nachdem schon mit der Entdeckung des Feuers erkannt wurde, dass Kräuter, Hölzer und andere Stoffe beim Verbrennen wohlriechende Düfte abgeben, entstand bereits zu Zeiten der Pharaonen das heutige Wort Parfum, da „Per Fumum“ auf Latein soviel wie „durch den Rauch“ bedeutet.

Parfum in der Antike

Nicht nur reiche Aristokraten aus der ägyptischen Oberschicht nutzten von nun an diese Stoffe, um sich gemäß ihrem Stand und dem damit besonderen Lebensgefühl auszudrücken, auch das einfache Volk versuchte Spiritualität durch verschiedene Düfte zu erlangen. Man verwendete sie, um den Göttern näher zu kommen, während Kleopatra es sogar verstanden haben soll, mit ihren Düften „… den Wind zu verzaubern.“ Kein Wunder, dass sich die Kunde vom Parfum vor allem durch das Seefahrervolk der Phönizier bald im gesamten Mittelmeerraum, in Asien und Afrika verbreitete. In Rom wurde das Parfumieren Teil des alltäglichen Lebens und Ausdruck des Umgangs mit Reichtum und exotischen Stoffen.

Frequenzen der Lebensenergie

Wie sehr die modernen Nachfahren den edlen Aromen noch heute ergeben sind, konnte beim Besuch des Scheich Gamal Abd El Sami Zaki eindrucksvoll nachvollzogen werden. Auch wenn es überall in den Basaren von Kairo Läden mit hunderten duftender Öle gibt, war das Seminar des Scheichs, mit seinen initiierten Heilungsprozessen etwas ganz besonderes. Weit über das Erlebnis der exquisiten Gerüche hinaus konnten hier neben der Weitergabe von Wissen auch Antworten auf elementare Fragen gegeben werden: Was hindert mich daran, glücklich und erfüllt zu leben? Wie aktiviere ich meine Kraft und meine Selbstheilungskräfte? Wie steht es um mein spirituelles Wachstum? Denn auch ätherische Öle schwingen in Frequenzen die unsere Lebensenergie und alles um uns herum mit beeinflussen. Mehr dazu lesen Sie im nächsten Blog.

Rüdiger Lehmann  – Fotos: Maik Kunzelmann, i-stock

https://www.swp.de/ulm/nachrichten/vermischtes/duefte-aus-kairo-im-flakon-10219634.html

http://www.uniquefragrance.de/geschichte-des-parfums