VISUPROJEKT INSTITUT – THEMA / aktuell: Intuition

Intuition kennen wir alle. Zum Beispiel wenn uns, ohne es zu wollen, Dinge einfallen, über die wir gar nicht nachgedacht haben. Kreative Ideen etwa, die ganz spontan entstehen, oder Geistesblitze beim Lösen von Aufgaben. Sie sind „einfach da“, ohne dass man deren Entstehung bzw. Herkunft begründen könnte.

„Logik ist linear und stützt sich auf Überlegungen, während Intuition zu einem tieferen Teil der Seele geht“, so der indische Arzt und Autor Deepak Chopra. Beispielsweise wenn wir spüren, dass wir von einem Vorhaben „besser die Finger lassen“ weil „etwas nicht stimmt“. Oder wenn wir angespannte Stimmungen in einem Raum mit mehreren Menschen fühlen. Dann haben wir uns mit der Intuition, jener Form unbewussten Wissens um Formen, Funktionen und Zusammenhänge bedient, die ganz ohne Berechnung und Erklärung auskommt.

Silhouett eof man and sunshineDabei lässt sich jener erste Eindruck oder der Gedanke, der uns unverhoffte Einsichten oder Wahrheiten bringt, bevor der Verstand anfängt zu zensieren und zu bewerten, wissenschaftlich gar nicht wirklich formulieren. Formeln oder Berechnungen für die Intuition fehlen, obwohl sie sich ständig und überall Ausdruck verschafft, von der bildenden Kunst über die Musik, bis hin zu Tausenden kleinen Entscheidungen des Alltagslebens. Jeder Mensch vertraut jeden Tag diesem Gespür, das ihn in Gesprächen wie traumwandlerisch den richtigen Ton treffen und nie da gewesene Situationen einschätzen lässt, ohne dass er seine Reaktion rein rational erklären könnte.

Intuitive Wahrnehmung tritt häufig dann auf, wenn jemand sich einer Tätigkeit oder bestimmten Gedanken voll hingeben kann. Wenn er in der entsprechenden Tätigkeit völlig aufgeht, oder noch weiter gegriffen, diese Tätigkeit quasi „ist“ während „es fliesst“. Wirkungsvolles Training der intuitiven Fähigkeiten bedeutet deshalb in erster Linie sich selbst in den beschriebenen Zustand des „höheren Bewusstseins“ bringen zu können.

Rüdiger Lehmann