Im Rahmen einer von Ingrid und Jörg Schauberger begleiteten Führung konnte VISUPROJEKT Institutsleiter Maik Kunzelmann sich am 7. September 2014 ein Bild über das Wirken und Schaffen von Victor und Walter Schauberger machen.

Luftkern bei der Verwirbelung

Luftkern bei der Verwirbelung

Sehen und Anfassen lautete das heimliche Motto, als Victor Schaubergers Enkel Jörg die Besucher der Pythagoras Kepler Schule in Bad Ischl in die Welt der Natur und Wirbelphänomene einführte. Viel zu erfahren gab es dabei anhand entsprechender Exponate zum Thema Wasser und Verwirbelung. Besonders interessant waren die hyperbolischen Trichter, bei denen man beim ablaufenden Wasser sich bildende interessante und optisch schöne Wirbel sehen konnte.

Von 1922 bis zu seinem Tod im Jahr 1958 führte Viktor Schauberger, durch eine Vielzahl politischer Wirren hindurch, Experimente auf verschiedenen Gebieten durch. Dazu gehörten Apparaturen und Aggregate, die als Motoren, Pumpen, Heiz- und Kühlgeräte, Heimkraftwerke und/oder Vorrichtungen für Umwandlungsprozesse auf atomarer und molekularer Ebene fungieren sollten. Die Grundlage sollten völlig neue Techniken und Prinzipien bilden, die der Fachwelt bislang unbekannt waren. Seit dem Jahr 1947 begleitete ihn sein Sohn Walter bei seinen Ideen und Arbeiten, die im Jahr 1949 in Walter Schaubergers Arbeit zum Aufbau der „GRÜNEN FRONT“ mündete, einer der ersten Umweltschutzorganisationen Österreichs mit den Zielen der Wiederaufforstung von Hochlagen, Abschaffung der Kahlschlagwirtschaft und dem Schutz von Wald und Wasser.

Tönender Turm

Tönender Turm

Die Schauberger-Nachlass-Verwaltung in Bad Ischl betreut das umfangreiche Archiv mit den Original-Schriften, -Modellen und -Prototypen Viktor und Walter Schaubergers. Der nicht auf Gewinn ausgerichtete Verein PKS – Pythagoras Kepler System nach Viktor und Walter Schauberger ist damit der einzige offizielle Ansprechpartner bei Fragen über Leben und Werk der beiden unkonventionellen Naturforscher. Für Maik Kunzelmann machte die hochinteressante Führung erneut deutlich, dass die Natur keinen Punkt, keine Gerade und keinen Kreis (auch keine Ellipse) kennt. Geometrisch-mathematisch ausgedrückt: es geht um nicht-euklidische Bahnen, Figuren und Körper.  Als anschauliches Beispiel dafür kann die Milchstrasse gelten, die uns einen rotierenden Wirbel anzeigt, den wir auf der Erde bei jedem abfliessenden Wasser und Gewässer wiederfinden können. Maik Kunzelmann: „Wir sollten wieder mehr auf die Natur schauen und auch von ihr lernen, denn Sie gibt uns alles was wir brauchen.“ Ein besonderes Dankeschön geht damit an Ingrid und Jörg Schauberger und dem PKS für den sehr informativen Nachmittag. Rüdiger Lehmann

Wer nicht die Möglichkeit hat, nach Bad Ischl zu fahren, findet interessante Bücher und Dokumentationen auf http://www.pks.or.at/ unter dem Punkt „Publikationen und Diplomarbeiten“

Quellen: